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Support für Windows Server 2008 (R2) endet im Januar 2020

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Norwin Metzger
Von Norwin Metzger
Mittwoch, 15. Mai 2019

Microsoft beendet in knapp einem halben Jahr den Support für Windows Server 2008 und 2008 R2. Je nach Quelle laufen noch immer ein Viertel bis ein Drittel der Server mit diesen Betriebssystemen. Am 14. Januar 2020 wird der Support endgültig eingestellt und es werden keine kritischen Sicherheitsupdates mehr ausgeliefert. Um zu verhindern, dass Sicherheitslücken in der IT-Infrastruktur klaffen, ist ein Update auf mindestens Windows Server 2012 unumgänglich.

In den letzten über zehn Jahren seit dem Release von Windows Server 2008 hat sich die IT-Welt deutlich gewandelt. Der Umbruch zu 64-Bit Computing war gerade in vollem Gang und die grossen Kostenvorteile durch Virtualisierung stiessen zahlreiche IT-Projekte an. Der Job von Serverbetriebssystemen war es lediglich, einen stabilen Betrieb sicherzustellen und das Leben von Systemadministratoren zu vereinfachen. Heute ist das Betriebssystem Teil der grossen Veränderungen in der Wirtschaft, immer wichtiger wird die exakte Abstimmung auf die jeweiligen Einsatzszenarien. Blockchain, autonomes Fahren, Big Data, Künstliche Intelligenz und Quantencomputer verändern die Anforderungen an ein Betriebssystem grundlegend, auch wenn dabei selten Windows Server zum Einsatz kommt. Nichtsdestotrotz ist die Welt heute eine andere als damals und für Microsoft ist der Zeitpunkt gekommen, sich von Windows Server 2008 (R2) zu verabschieden.

Für die Migration gibt es unterschiedliche Szenarien. Entweder nichts zu tun, was sicherlich die schlechteste Option ist. Wer zurzeit keine Möglichkeit hat sich von Windows Server 2008 (R2) zu verabschieden, kann für teures Geld den erweiterten Support durch Microsoft einkaufen, womit sich die Angelegenheit um nochmals einige Jahre verzögert.

Die Auslagerung der betroffenen Server oder einzelnen Services in die Cloud ist ein effektiver Weg, um die Investitionskosten gering zu halten und die Flexibilität und die Anpassbarkeit an neue Geschäftsanforderungen zu steigern. Oder gleich die gesamte IT-Umgebung in eine Desktop-as-a-Service Lösung auszulagern, wie es allgemein ein grosser Trend ist. Vielleicht gibt es aber auch noch genügend Ressourcen auf der On-Premises Infrastruktur, um die Server zu betreiben. Dann reicht eine Migration der Services auf ein aktuelles Windows Server Betriebssystem.

Wie auch immer Sie sich entscheiden, eine vorzeitige Planung verschafft Ihnen genügend Zeit für die Migration und bewahrt vor bösen Überraschungen. Wir begleiten Sie gerne dabei, sollten Sie Unterstützung benötigen.